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Ortsfamilienbuch Fürstenau/Sophiental
Fürstenau und Sophiental gehörten als eigenständige Gemeinden bis 1974 zum Landkreis Braunschweig, der aus dem Land bzw. Herzogtum Braunschweig hervorgegangen war.
Seit 1974 gehört Fürstenau zur Gemeinde Vechelde und Sophiental zur Gemeinde Wendeburg. Beide liegen jetzt im Landkreis Peine.
Fürstenau und Sophiental bilden eine Kirchengemeinde, die zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig gehört. Entsprechend gibt es gemeinsame Kirchenbücher, die mit den Jahrgängen 1815 bis 1904 auf Archion digital zugänglich sind.
Diese Kirchenbücher sind die Hauptquelle des OFB. Dazu kommen die ausgewerteten Zivilstandsregister von 1808 bis 1813 (online auf Arcinsys und Familysearch) sowie Daten aus Einsichtnahmen von Registern der Standesämter Fürstenau und Sophiental für die Jahrgänge 1875 bis etwa 1920, speziell zu den Familien Ebermann, Behme und Rischbieter. Weitere Quellen sind die Verlustlisten aus dem 1. Weltkrieg (https://wiki-de.genealogy.net), aus dem 2. Weltkrieg (Karteikarten im Bundesarchiv, online auf Ancestry) sowie dem Portal Gräbersuche-Online auf www.volksbund.de . Außerdem sind auch Daten aus den Kirchenbüchern der umliegenden Gemeinden (auf Archion gut erschlossen) und einiger OFB aus Dörfern der Braunschweiger Umgebung eingeflossen.
Fürstenau
steht auf der Wüstung Haslere, die 1318 zum ersten Mal namentlich erwähnt wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts stand dort noch der Häßler- oder Hasselhof, der als ein braunschweigisches Lehen der Familie Rapp gehörte, und der 1718 von der Herzogin Elisabeth Sophie Marie, dritte Frau des Herzogs August Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg, angekauft wurde. Die Herzogin ließ dort ein Lustschloss errichten, das Schloss Fürstenau. Es wurde wenig genutzt, diente 1802 nur noch als Gefängnis des Gerichts in Vechelde und wurde dann bald abgerissen. Heute sind auf dem ehemaligen Schlossgelände nur noch Teile des Grabens zu sehen. Mindestens zwischen 1807 und 1813 gab es das Gut Fürstenau. Die Verpachtung des Guts an den Major von Specht ist auf Arcinsys in einer Akte mit 284 Seiten dokumentiert. Das Dorf Fürstenau ist wahrscheinlich aus einer Ansiedlung um das Schloss bzw. um das Gut entstanden. 1802 zählte Fürstenau 65 Einwohner, 1910 waren es 76 Einwohner, 1950 aufgrund von dort untergebrachten Flüchtlingsfamilien 135 Einwohner und heute leben dort etwa 94 Menschen.
Sophiental
liegt 1,7 km nördlich von Fürstenau. Zwischen den Dörfern verläuft seit etwa 1930 der Mittellandkanal.
Im Jahr 1724 hatte Herzog August Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg seiner dritten Frau Elisabeth Sophie Marie ein Gebiet in der Wendeburger Holzmark übertragen. Ab 1747 ließ dort die Herzogin ein Lustschlösschen errichten, das bereits 1769 wieder abgerissen wurde. Heute sind nur noch Teile des Schlossgrabens mit Wall und altem Baumbestand erhalten. Die Herzogin war Namensgeberin des Dorfes „Sophienthal“ (heute geschrieben Sophiental), das sich bald aus der Ansiedlung der Bediensteten entwickelte, die an einer zum Schloss führenden Lindenallee wohnten.
Das Dorf hatte 1787 etwa 80 Einwohner, 1802 waren es 148 Einwohner, 1906 dann 249 und heute leben dort etwa 460 Menschen.
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